Über den Dächern von Genua
Um der Hektik des Großstadttrubels zu entfliehen, kann man mit einem der 10 Aufzüge oder 3 Standseilbahnen (funicolare) die Gebiete auf den Hügeln Genuas erreichen. Besonders von dem 290 m höhergelegenen Vorort Righi hat man eine herrliche Aussicht auf die Dächer der Stadt und den Hafen mit seinen riesigen Kreuzfahrtschiffen.
In der Nähe des Hauptbahnhofs Genova Principe befindet sich am Largo della Zecca im Stadtteil Castelletto die Haupthaltestelle Zecca-Righi der längsten funicolare. Je nach Tageszeit verkehrt die Bahn im Abstand von 15, 20 und 30 Minuten. Vor Fahrbeginn zieht man das biglietto an einem Automaten (€ 1, Stand: 2003). Die erste Hälfte der 1,4 km langen Strecke fährt die 2 Kabinenbahn durch einen Tunnel. Nach einer rund 10 minütigen Fahrt mit 5 Haltestellen erreicht man das Ziel.
Von der Aussichtsterrasse der Endstation bekommt man einen ersten Eindruck von den Ausmaßen der riesengroßen Stadt. Am äußeren Stadtrand entdeckt man den Friedhof von Staglieno, der im Bisagno-Tal liegt.
Verlässt man die Endstation Righi und geht die Straße ein wenig nach links, kommt man an einen Aussichtspunkt, von dem man eine atemberaubende Sicht auf das zu Füßen liegende Genua hat. Von dieser ruhigen Wohngegend, weit weg vom lärmenden Verkehr und quirligen Leben einer Metropole, präsentiert sich das Panorama geräuschlos. Man ist gefesselt von dem riesigen Hafen mit dem Aquarium, den alten Lagerhallen und den Fähren, die langsam durch das Hafenbecken manövrieren.
Nicht weit vom Bühnenturm des Opernhauses, der wie ein großer Würfel herausragt, entdeckt man die Altstadt mit ihren engen Gassen. Die Stadtautobahn Sopraelevata bahnt sich wie ein langer Krakenarm ihren Weg durch die ganze Stadt. In den Außenbezirken erstrecken sich bis an die Höhenzüge hässliche Wohnblocksiedlungen.






