Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

Auf Odysseus' Spuren: Von Italien nach Griechenland

Die Illias und die Odyssee gehören zu den ältesten Dichtungen der abendländischen Literatur. Der Forschung nach im 8. - 7. Jahrhundert v. Chr. entstanden, können sie als Meilenstein der frühen Entwicklung des europäischen Kontinents gelten. Als in Hochsprache abgefasste literarische Kulturzeugnisse gingen ihnen nachweislich nur die Erzählungen des Alten Testaments, das ägyptische Totenbuch und der babylonische Gilgamesch-Epos voraus.

Die Geschichten rund um die Entführung der schönen Helena von Sparta durch Paris von Troja, der folgende trojanische Krieg unter Führung des Agamemnon und die nach dem Frevel an Kultstätten des antiken Pantheons sich anschließenden Irrfahrten des Odysseus sind in Kultur und Sprache allgegenwärtig. Das Trojanische Pferd etwa, mit dem es dem listenreichen Odysseus der Sage nach gelang, einen Stoßtrupp in die stark befestigte Stadt Troja einzuschleusen, hat als Begriff sogar Einzug in den technologischen Wortschatz des dritten Jahrtausends gehalten.

Liparische Inseln, Filicudi
Odysseus strandete während seiner Heimfahrt nach Ithaka auf den Äolischen Inseln, Sizilien - Italien
© Brigitte Loosen

Die historischen Grundlagen jener Erzählungen liegen, ebenso wie die Figur des blinden Dichters Homer, in den Nebel grauer Vorzeitigkeit verborgen. Dennoch wähnt sich der Bildungsreisende auf den Fährten eben jenes Odysseus, des sagenhaften, weitgereisten antiken Königs von Ithaka, wenn er, aus Italien kommend, die Adria Richtung Südosten überquert und in Igoumenitsa oder Patras den Fuß auf den alten griechischen Kulturboden setzt.

Die einzigartige Verbindung aus Kultur und mediterranem Urlaubsangebot zieht jedes Jahr Touristen in zweistelliger Millionenzahl in das Land Homers, Agamemnons und des Odysseus.

Zielhafen Igoumenitsa

Igoumenitsa liegt in der Region Epirus im Nordwesten Griechenlands.
Die Suche nach einer Griechenland Italien Fähre unter Einschluss von Igoumenitsa liefert Bari in Apulien und Ancona in den Marken als Ausgangshäfen, daneben existiert eine Verbindung ab Venedig.

Zielhafen Patras

Ebenfalls von Bari, Ancona und Venedig aus ist Patras auf dem Peloponnes auf dem Seeweg zu erreichen. Das heutige Stadtgebiet wurde bereits in der Bronzezeit von Menschen besiedelt, der klassischen Überlieferung nach wurde sie von den Achäern als Hafen genutzt. Die Stadt liegt am gleichnamigen Golf, der in den Golf von Korinth mündet. Somit liegt sie an der schiffbaren Verbindung zwischen dem Ionischen und dem Ägäischen Meer.

In Patras auf dem Peloponnes angekommen, findet sich der Reisende unmittelbar im Kernland der homerschen Erzählungen. Sparta, die Heimat Helenas bis zu ihrer Entführung durch Paris, befindet sich im Süden. Im Osten liegt Mykene, Heimat des Agamemnon, Schwager Helenas und Heerführer der Griechen im Trojanischen Krieg.

Auf der Argolis, der östlichsten Landzunge des Peloponnes findet sich mit Epidauros die als UNESCO-Welterbe eingestufte Kultstätte des Gottes der Heilkunst Asklepios und seines Vaters Apollon. Im gut erhaltenen Amphitheater des antiken Kurortes finden in jedem Sommer Festspiele mit Aufführungen klassischer griechischer Dichtung statt.