Sicher online im Urlaub: Was Reisende bei WLAN und Datenschutz beachten sollten
All das läuft über Netzwerke, die einem völlig fremd sind, ganz anders als das eigene WLAN, an das man sich zu Hause keine Gedanken mehr macht. Genau in dieser ungewohnten Umgebung stecken Risiken, an die man im Reisestress selten denkt.
WLAN in Hotels, Cafés und Museen: praktisch, aber nicht immer sicher
Ob in der Hotellobby, am Flughafen oder im Café neben dem Museumsshop: Offenes WLAN gehört mittlerweile fast überall dazu. Nur ist es technisch längst nicht immer so gut abgesichert, wie man hoffen würde. Viele dieser Netzwerke verschlüsseln die Verbindung zwischen Gerät und Router gar nicht erst, sodass theoretisch auch andere Nutzer im selben Netz mitlesen könnten, was gerade übertragen wird. Betroffen sind vor allem Hotspots ohne Passwort oder solche, deren Zugangscode einfach an der Rezeption ausliegt, für jeden sichtbar. Zum kurzen Nachrichten-Check macht das wenig, beim Online-Banking, bei Zahlungen oder beim Abrufen der E-Mails sieht die Lage schon anders aus. Genau hier kann eine zusätzlich verschlüsselte Verbindung helfen. Wer wissen möchte, wie so etwas technisch funktioniert, findet dazu mehr zur Funktionsweise von VPNs bei ExpressVPN.
In stark besuchten touristischen Bereichen, etwa Museumsshops, Ausstellungsräumen mit Gäste-WLAN oder direkt an der Ticketkasse, lohnt sich zudem ein zweiter Blick auf den Namen des Netzwerks, bevor man sich verbindet. Nachgemachte Hotspots mit einem Namen, der dem echten zum Verwechseln ähnlich sieht, tauchen an belebten Orten immer wieder auf und sind von außen kaum vom Original zu unterscheiden. Im Zweifel hilft eine kurze Frage beim Personal, welches Netzwerk wirklich offiziell ist, bevor persönliche Daten übertragen werden.
Geoblocking: Warum gewohnte Inhalte im Ausland plötzlich fehlen
Wer im Ausland unterwegs ist, z.B. bei einer Städtereise in Europa, stößt früher oder später auf ein anderes Phänomen: Streaming-Dienste, Nachrichtenseiten und Mediatheken zeigen je nach Land unterschiedliche Inhalte, manche sogar gar keine. Dieses sogenannte Geoblocking hängt an der IP-Adresse des Geräts und hat in der Regel lizenzrechtliche Gründe, keine technischen. Für Reisende heißt das konkret: Inhalte, die zu Hause ganz normal abrufbar waren, sind im Urlaub plötzlich blockiert. Andersherum lassen sich in manchen Ländern Inhalte finden, die es im Heimatland gar nicht gibt, was ziemlich deutlich zeigt, woran es eigentlich liegt.
Auch digitale Kataloge, Museumsdatenbanken oder Kulturarchive, die etwa für Recherchen genutzt werden, können regional gesperrt sein, ein Problem, das kunsthistorisch Interessierte unterwegs schneller trifft, als man denkt. Eine stabile, verschlüsselte Verbindung entscheidet in solchen Momenten oft darüber, ob eine Quelle überhaupt erreichbar ist, besonders wenn der Museumsbesuch zeitlich begrenzt ist und für Umwege keine Zeit bleibt.
Kleine Gewohnheiten, die unterwegs viel bewirken
Neben der Netzwerkwahl sind es oft die kleinen Dinge, die darüber entscheiden, wie sicher ein Gerät auf Reisen tatsächlich ist. Regelmäßige Softwareupdates schließen bekannte Sicherheitslücken, bevor sie ausgenutzt werden, und sollten deshalb nicht erst nach der Rückkehr erledigt werden. Ein kurzer Blick auf ausstehende Updates gehört vor dem Abflug ebenso dazu wie das Ladekabel einzupacken. Auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten senkt das Risiko spürbar, selbst wenn ein Passwort einmal in falsche Hände gerät. Wer sie schon vor der Abreise einrichtet, erspart sich unterwegs außerdem den oft nervigen Empfang von SMS-Codes im Ausland.
Ein aktuelles Backup wichtiger Dokumente, Tickets und Fotos in einem separaten Cloud-Speicher schützt zusätzlich vor Datenverlust, falls ein Gerät gestohlen wird oder kaputtgeht. Diese Vorbereitung braucht vor der Abreise nur wenige Minuten, erspart im Ernstfall aber richtig viel Ärger unterwegs, etwa wenn wichtige Belege sonst unwiederbringlich verloren wären.
Für Vielreisende lohnt sich der Blick aufs große Ganze
Wer öfter oder länger im Ausland unterwegs ist, sollte nicht nur einzelne Sicherheitsmaßnahmen im Blick haben, sondern die gesamte digitale Ausstattung. Lokale eSIM-Tarife ersetzen in vielen Ländern mittlerweile die mühsame Suche nach WLAN, da sie eine eigene mobile Datenverbindung bereitstellen, unabhängig vom nächsten Hotspot. Dadurch sinkt automatisch die Zahl der Situationen, in denen überhaupt ein unbekanntes Netzwerk genutzt werden muss, und die Internetverbindung wird insgesamt planbarer, egal ob es um Öffnungszeiten oder Standort geht.
Offline nutzbare Karten, gespeicherte Museumsführer oder heruntergeladene Reiseunterlagen ergänzen das Ganze sinnvoll, denn sie funktionieren auch ganz ohne Verbindung. Kombiniert mit einer verschlüsselten Verbindung für die restlichen Online-Momente entsteht so ein Setup, das nicht nur praktischer, sondern auch spürbar sicherer ist als das spontane Verbinden mit dem nächstbesten offenen Netzwerk. Gerade auf längeren Reisen macht sich dieser kleine Mehraufwand am Anfang mehrfach bezahlt.
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