Piazza IX. Aprile mit Panoramablick in Taormina

Der wohl schönste Platz in Taormina ist die Piazza IX. Aprile dank der außergewöhnlichen Aussicht. Cafés säumen den Platz, in denen man das Dolce far niente genießen kann.

Piazza IX. Aprile, Taormina
Piazza IX. Aprile in Taormina, Sizilien
© Brigitte Loosen

In schwindelerregender Höhe liegt die Piazza IX. Aprile hoch über dem Meer im Zentrum von Taormina auf der Insel Sizilien. Der Platz bietet einen unvergesslichen Panoramablick auf die Küste, den rauchenden Ätna in der Ferne und die Reste des antiken Theaters von Taormina.

Auf dem Platz ist die im 17. Jahrhundert erbaute Kirche San Giuseppe sehenswert. Hübsch anzusehen ist der schmückende zwiebelförmige Glockenturm. Vor der Kirche gesellt sich oft eine Hochzeitsgesellschaft, die gespannt das frischvermählte Brautpaar erwartet. Auf der Ostseite der Piazza IX. Aprile befindet sich die ehemalige Kirche San Agostino, die heutige Gemeindebibliothek, aus dem Jahre 1448. Sie wurde von den Taorminesen aus Dank für Sankt Sebastian erbaut, da er das Wunder geschehen ließ, die Pest von der Stadt fernzuhalten. Leider verlor die Kirche ihren ursprünglichen Zustand im spätgotischen sizilianischen Stil. Nach mehreren Umbauten blieben von der antiken Fassade jedoch die kleine Rosette und das obere Ende des Spitzbogenportals erhalten.

Caffè Wunderbar, Taormina
Blick auf den Kirchturm der Chiesa di San Giuseppe an der Piazza IX. Aprile in Taormina, Sizilien
© Brigitte Loosen

Zum Entspannen und Genießen lädt das traditionsreiche Caffè Wunderbar ein. Wo einst schon Ernest Hemingway und andere Berühmtheiten ihren Cocktail schlürften, bietet das älteste Café von Taormina auch heute noch eine herrliche Aussicht auf die Bucht von Giardini Naxos.

Caffè Wunderbar, Taormina
Caffè Wunderbar auf der Piazza IX. Aprile in Taormina, Sizilien
© Brigitte Loosen

Verlässt man die Piazza durch die Porta di Mezzo, entdeckt man an der Innenwand ein herrliches Mosaik. Das Tor unter dem Glockenturm wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Der Turm wurde im Jahre 1679 nach seiner Zerstörung durch die Invasion der Franzosen unter Ludwig XIV. rekonstruiert und als Eingangstor zur mittelalterlichen Vorstadt bezeichnet. Man hat bei einer Untersuchung der Fundamente festgestellt, dass der Turm während der Gründung der Stadt um das 3. Jhr. v. Chr. auf die Reste einer Verteidigungsmauer errichtet wurde.